Boehringer Ingelheim und Envisagenics starten eine mehrjährige Forschungspartnerschaft zur Entwicklung neuer Krebstherapien. Die KI-Plattform SpliceCore soll tumorspezifische Targets aus alternativen RNA-Spleißvorgängen identifizieren. Boehringer prüft deren Einsatz für ADCs, T-Zell-Engager und multispezifische Antikörper – für potenziell mehr als 1 Mrd. US-Dollar.
Mit Envisagenics steigt Boehringer Ingelheim tiefer in einen bislang wenig ausgeschöpften Bereich der Tumorbiologie ein. Die New Yorker Biotech-Firma liefert mit ihrer KI-Plattform SpliceCore krankheitsspezifische Targets aus alternativen RNA-Spleißvorgängen. Für Envisagenics ist die Kooperation ein wichtiger Schritt zurück ins Rampenlicht – nach Jahren, in denen es um das Unternehmen vergleichsweise ruhig geworden war.
Ein Patient mit Lebermetastasen nach Darmkrebs hat die erste 28-tägige Behandlung mit Darizmetinib nach einer großen Leberresektion abgeschlossen. Damit kommt HepaRegeniX dem nächsten Schritt seines klinischen Entwicklungsprogramms näher. Der eigentliche medizinische Ansatz ist allerdings weitreichender: Das Tübinger Biotech-Unternehmen will die Regenerationsfähigkeit der Leber nach einer Operation medikamentös unterstützen.
Nach einer Zwischenlösung hat Novartis Deutschland einen neuen Bürostandort in München bezogen. Im Holzhybrid-Gebäude The Stack nahe dem Hauptbahnhof arbeiten die Beschäftigten nun zentral in der Stadt. Zur Eröffnung präsentierte sich Ministerpräsident Söder als Unterstützer der Pharmaindustrie in einem Innovationsökosystem zwischen Kliniken, Start-ups und Patienten.
Electra Therapeutics ist seit dem 18. September an der Nasdaq gelistet. Der Börsengang brachte dem US-Biotech-Unternehmen 350 Mio. US-Dollar ein. Die Schweizer HBM Healthcare Investments investierte 2025 zunächst 15 Mio. USD und weitere 15 Mio. im IPO. Damit hält HBM nun rund 4% an Electra zu einem aktuellen Gegenwert von 33 Mio USD.
Die spanische mAbxience und Sandoz kooperieren bei einem geplanten Biosimilar zu Emicizumab (Hemlibra) gegen Hämophilie A. mAbxience (Mehrheitseigner ist Fresenius) übernimmt Entwicklung und Herstellung in Spanien und Argentinien, Sandoz die weltweiten Vermarktungsrechte mit Ausnahmen. Der Referenzmarkt des Antikörpers wird auf 5,7 Mrd. US-Dollar geschätzt.
Telix übernimmt ITM für 1,65 Mrd. US-Dollar. Der australische Radiopharma-Spezialist Telix will das Münchner Unternehmen ITM Isotope Technologies übernehmen. 1,65 Mrd. US-Dollar zahlt Telix zunächst, weitere 700 Mio. US-Dollar können bei Zulassung und kommerziellen Meilensteinen von ITM-11 folgen. Ein Großteil des Deals erfolgt über Aktienzuteilungen bei der börsennotierten Telix. Nach dem Verkauf von Tubulis geht damit der nächste mit vielen Fremd-Millionen ausgestatte Biotech-Star der Region an eine ausländische Firma.
Telix übernimmt ITM Isotope Technologies Munich für 1,65 Mrd. US-Dollar. Der australische Radiopharma-Spezialist erhält damit Zugang zu ITMs Radioisotopenproduktion und Pipeline, darunter das Phase III-Programm ITM-11. Für ITM endet damit die Eigenständigkeit nach Jahren großer Finanzierungsrunden: In der Vergangenheit flossen über 800 Mio. Euro in das Unternehmen.
FluoSphera (Schweiz) und Sciomics (Deutschland) bündeln ihre Technologien für die präklinische Wirkstoffprüfung. Das gemeinsame Angebot kombiniert humane 3D-Gewebemodelle mit Proteomik, um Wirksamkeit, Lebermetabolismus und organspezifische Toxizität parallel zu untersuchen. Dabei können auch zugrunde liegende Signalwege und mögliche Biomarker identifiziert werden.

modifiziert nach https://www.nature.com/articles/s41467-026-69642-3/figures/1
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